Identitätsdiebstahl


Die Tatbestände des Identitäts- und Datendiebstahls sind Bereiche des Cybercrime, die durch Cybersecurtiy erschwert werden kann. Das Thema der Cybersecurity ist eines der wichtigsten Themen des Internet- und Datenschutzrechts. Unter Cybersecurity versteht man die Sicherheit von Comuptersystemen vor Angriffen aus dem Netz. Insbesondere geht es auch um den Schutz personenbezogener Daten im Internet.

Identitätsdiebstahl
Identitätsdiebstahl

Identitätsdiebstahl

Der Identitätsdiebstahl, im engl. bekannt als identiy theft, geht es um Fälle, bei denen die Identität einer tatsächlich existierenden Person eingenommen wird, um dadurch Vorteile wie Geld zu erlangen.

Welche Formen des Identiätsdiebstahls gibt es?

Der Identiätsdiebstahl kann in vielfältiger Weise auftreten. So zum Beispiel:

Wie kann eine Identität gestohlen werden?

Hierbei gibt es verschiedene Wege. Entweder können Daten verwendet werden, die ein Unternehmen verloren hat oder es erfolgt bei Online-Bestellungen keine Authentifizierungsprüfung, also ob derjenige der bestellt auch tatsächlich derjenige ist. Weitere Möglichkeiten sind das Pishing, also das Senden falscher E-Mails oder SMS, sowie das Verwenden von sog. Schadsoftware. Ein weiterer Punkt ist das Stehlen von biometrischen Daten eines Nutzers, wie den Fingerabdruck bei dem Entsperren eines Handys.

Wie verhalte ich mich, wenn meine Identität gestohlen wurde?

Schützen Sie Ihre Konten und setzen Sie sich sofort mit den Unternehmen, die ggf. Forderungen stellen in Verbindungen und geben Sie eine Anzeige bei der Polizei auf. Achten Sie darauf, dass ggf. auch Ihre Daten bei den Unternehmen wieder gelöscht werden und ändern Sie Ihre Passwörter.

Welche rechtlichen Möglichkeiten habe ich?

Den Identiätsdiebstahl gibt es als strafrechtlichen Tatbestand nicht. In § 242 StGB ist lediglich der Diebstahl geregelt. Im juristischen gibt es den Identitätsdiebstahl nicht. Man redet hier richtigerweise von Verletzungen personenbezogener Daten, Persönlichkeitsrechtsverletzungen oder Betrug.
Die strafrechtliche Verfolgung der Täter gestaltet sich als schwierig. Bei dem Identitätsdiebstahl auf Online-Plattformen wie Ebay gibt es rechtlich die Möglichkeit sich an den Plattformbetreiber zu wenden und wegen einer sog. Haftung als Störer vorzugehen. Hier stehen lediglich vornehmlich Unterlassungsansprüche zu. Außerdem geht es um die Abwehr von unberechtigten Forderungen gegen Sie. Setzten Sie sich daher unbedingt mit einem Anwalt in Verbindung, der auf Fälle von Identitätsdiebstahl spezialisiert ist.

Datendiebstahl

Neben dem Identitätsdiebstahl gibt es den Straftatbestand des sog. Ausspähen von Daten, das auch als Datendiebstahl bekannt ist. Die Veröffentlichung privater Daten, wie Passwörtern, Adressen von Politikern und Journalisten erreichte Anfang Januar 2019 einen neuen Höhepunkt.

Was bedeutet Datendiebstahl eigentlich?

Den Straftatbestand des sog. Datendiebstahls gibt es im Strafgesetzbuch nicht, sondern ist juristisch ein Ausspähen von Daten gem. § 202a StGB.

Nach § 202a StGB macht sich strafbar:

(1) Wer unbefugt sich oder einem anderen Zugang zu Daten, die nicht für ihn bestimmt und die gegen unberechtigten Zugang besonders gesichert sind, unter Überwindung der Zugangssicherung verschafft, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) Daten im Sinne des Absatzes 1 sind nur solche, die elektronisch, magnetisch oder sonst nicht unmittelbar wahrnehmbar gespeichert sind oder übermittelt werden.

Maßgeblich kommt es bei dem Straftatbestand darauf an, dass die Daten gegen un berechtigten Zugang besonders gesichert sein müssen und der Täter diese Zugangs- sicherung überwindet. Der Täter muss also mit einem Eindringen in das Computersystem verbunden sein, mit der Folge, dass der Täter sich dadurch den Zugang zu Daten verschafft. Die Strafe liegt hier bei bis zu drei Jahren oder Geldstrafe.

Wichtig ist, dass es sich bei dem § 202a StGB um ein sog. relatives Antrags- delikt handelt. Das bedeutet, eine Strafverfolgung erfolgt gem. § 205 Abs. 1 S.2 StGB nur auf Antrag, es sei denn, dass die Strafverfolgungsbehörde wegen des besonderen öffentlichen Interesses an der Strafverfolgung ein Einschreiten von Amts wegen für geboten hält.

Welche Rechte habe ich als Betroffener?

Als Betroffener könne Sie entweder eine Strafanzeige stellen. Damit werden die Ermittlungen aufgenommen. Außerdem bleibt die Möglichkeit Schadensersatz wegen der Verletzung des Persönlichkeitsrechts zu fordern. Hierbei können Sie unter Umständen auch gegen Plattformen vorgehen, von denen Daten gehackt wurden.


Lassen Sie sich dazu von uns beraten! Die Fälle von Identitäts- und Datenmissbrauch sind keine Kavaliersdelikte. Wir stehen an Ihrer Seite, um die Kontrolle über Ihre digitale Identität wieder zurückzuerlangen.

© Anwaltskanzlei Saskia Ostendorff